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STEREOSKOPIE

Die dritte Dimension in der Technikfotografie

Wieder etwas Neues? Nein, Stereoskopie ist genauso alt wie die Fotografie selber. Schon im vergangenen Jahrhundert erkannte man den Mehrwert einer Abbildung durch den Einsatz der Doppelbilder.
Wir bieten die Erstellung stereoskopischer Aufnahmen an, für viele Anwendungen in Forschung und Technik.


 

Räumlich sehen: Mit etwas Übung können Sie Ihre Augen so lenken, dass Sie statt der zwei Einzelbilder drei Bilder sehen. Das mittlere Bild – das sogenannte Scheinbild – wird im Gehirn dann zur dreidimensionalen Abbildung.

2D ist Magerfotografie.

Die „normale Fotografie“ ist ein auf nur zwei Dimensionen abgemagertes Abbild der Realität.
Durch die Jahrhunderte hat sich die Menschheit daran gewöhnt, dass Malerei die dreidimensionale Realität auf zwei Dimensionen reduziert. Selbst als im letzten Jahrhundert die Malerei durch die Fotografie ergänzt wurde, machte man sich kaum Gedanken um die beim Foto verlorene dreidimensionale Darstellung. Perspektive in Fotos schafft man seither künstlich, durch stürzende Linien, Spiel mit der Tiefenschärfe und bewusste Verfälschung von Objektproportionen.


Stereoskopie bringt die dritte Dimension zurück.

Seit Beginn unseres Jahrhunderts gibt es immer wieder technisch überzeugende Lösungen zum Rückgewinnen der Räumlichkeit, ohne die genannten Tricks. HiFi in der optischen Reproduktion der Realität, sozusagen.
Aktuellstes Beispiel sind die 3D-Imax-Kinos mit ihren aufwendigen und atemberaubenden dreidimensionalen Filmen. Wie reduziert in ihrem Informationsinhalt sind dagegen doch die normalen Fotoabzüge, wie beschränkt in ihrer Aussage!


Tiefenauflösung verbessern

Skelettierte Taschenuhr. Obwohl das Uhrwerk nur wenige Millimeter flach ist, kann man die einzelnen Werkebenen sehr gut unterscheiden.




Komplexe Tiefenstaffelung

Stereoskopie ist ideal zur Visualisierung komplexer Anordnungen in der Technischen Dokumentation.
Gerade in der Technikfotografie fehlt zur realitätsnahen Darstellung komplexer Objektstrukturen die Tiefenstaffelung. Kaum ist auf einem Foto die Kabelführung eines Kabelschachtes zu entwirren. Oder der Verlauf einer automatischen Montagestrecke.


 

Innenleben eines PCs: Hier in der Abbildung eines PCs kann man jetzt deutlich die Anordnung der PCI-Karten und die Verkabelung verfogen (Achten Sie auf die Umgebung des Prozessors!).




Stereoskopie ist einfach zu verstehen.

Mit einigen wenigen Grundüberlegungen zur Funktionsweise der menschlichen Augen, ihrer von der Natur ideal gewählten Position und der Verarbeitung der Sehreize im Gehirn lässt sich ein Konzept umsetzen, das sich in der Visualisierung technisch komplexer Anordnungen ideal einsetzen lässt.

Stereoskopische Aufnahmen kann man mit etwas Übung entweder mit dem bloßen Auge oder mit einer billigen Spezialbrille betrachten.

Dabei nehmen wir zwei getrennte Fotos digital auf, diese werden in bestimmter Weise im Rechner miteinander verknüpft und schließlich im Augenabstand ausgedruckt. Die Aufgabe für den Betrachter ist es jetzt, sein Sehvermögen so zu manipulieren, dass er jedes der beiden Bilder mit je einem Auge getrennt anschaut. Dann ergibt sich ein unglaubliches Seherlebnis, mit einer nie erlebten Tiefenstaffelung.

Bei unseren Personentests haben wir gelernt, dass für eine bewusste Lenkung der Augen eine gewisse Veranlagung, aber auch etwas Übung hilfreich sind. Eine billige Spezialbrille aus Kunststoff erleichtert das dreidimensionale Sehen.


 

Hibiskusblüte Klicken Sie auf das Bild, um eine vergrößerte Darstellung anzeigen zu lassen!